Der ‚Galerienmarkt‘ unterliegt seit einigen Jahren einem massiven Wandel, der einerseits durch eine globale Ausrichtung des Kunsthandels begründet ist. Hier fokussieren Fachpresse und Medien auf spektakuläre Auktionserfolge, Sensationsverkäufe auf den Kunstmessen und Blockbuster-Ausstellungen der großen Museumshäuser. Andererseits gehen etliche Bildende Künstler*innen zunehmend in die professionelle Selbstvermarktung, gründen Produzentengalerien und verkaufen direkt an Kunstinteressierte.

Es gibt nach wie vor keinen wirklichen Ausbildungsgang für Galeristen:innen. Dazu gehören sowohl eine Analyse des Kunstmarktes in seiner gesamten Breite als auch strategische Überlegungen zum Aufbau eines Galerieprogramms bzw. zur Standortwahl und Bildung der Außendarstellung. Eine wegweisende Publikation zum Galeriemanagement mit einem neuen, dreistufigen Galeriemodell und einer bisher unterlassenen Kundensegmentierung wurde erstmals 2014 von Magnus Resch vorgelegt und bildet eine Grundlage des Seminars.

4. Galeriemanagement

Der Kurs richtet sich sowohl an Galeristen:innen, Galeriemitarbeiter:innen als auch an Künstler:innen, die eine Produzentengalerie betreiben (wollen), Art-Consulter und Kunstblogger:innen. Die Inhalte sind:
  • Analyse des Kunstmarktes
  • Kundensegmentierung
  • Geschäftsmodelle
  • Standortwahl
  • Galerieprogramm
  • Außendarstellung
  • Vertragswerke
  • Messeteilnahmen
  • Erfahrungsaustausch

Die Teilnehmer:innen sollen die Strukturen des Kunst-/Galeriemarktes besser durchschauen, Ansätze für einen eigenen, realistischen Weg hinterfragen/verfeinern sowie die Grundpfeiler eines erfolgreichen Galeriegeschäftes entwickeln/ausbauen können.

Der Spagat zwischen programmatischer/künstlerischer Selbstverwirklichung und Marketing mit Branding, Exklusivität sowie Service macht Spaß. Erfolgreich wird er aber erst, wenn sich zur Klarheit des Galerieprogramms, zur Bereitschaft für Innovationen/Kooperationen unter anderem auch eine glaubwürdige Persönlichkeit gesellt.