Kunstwettbewerb »ART-spanner – 2nd Edition«

Fotoimpressionen
Hier einige Impressionen kurz vor der Vernissage – den Link zum Film finden Sie rechts in der Seitenleiste.

V58_Schaufenster-Banane V58_Raum1_Bach V58_Raum1_Haspel V58_Raum1_Kelm V58_Diele_Stanyak-Janoschka V58_Raum2_Fokken V58_Raum2_Mitte V58_Raum2_Reusse V58_Raum2_Sideboard V58_Raum2_WolfH-Kreymborg-Will V58_Raum3_Schulz V58_Schaufenster-Zootsky
V58_Preistraeger_Anna

- Preisverleihung zur Finissage am 13.12.2013 · v.l.: Sonja Heller (2. Preis), Stefanie Pürschler (1. Preis)
und der „Sonderpreis der Jury für Originalität und Medieneinsatz“: Dagmar Wolf-Heger und Sónia Aniceto (nicht angereist, dafür stellvertretend Anna Reidel)


Die Ausschreibung

Geschichte
2007 fand in Dortmund mit großem Medieninteresse und einer Beteiligung von über 70 Künstlern/innen aus ganz Europa der privat ausgeschriebene Kunstwettbewerb »ART-spanner« statt. Die hochkarätig besetzte Jury (u.
a. Barbara Bergmann · Schauwerk Sindelfingen, Prof. Ursula Bertram-Möbius · Universität Dortmund, Dr. Gerhard Kilger · Dasa Dortmund und Lilo Wanders · TV-Moderatorin) kürte die aus Korea stammende Künstlerin Mihyun Hwan als 1. Preisträgerin.

Hintergrund
Die Herstellung und Gestaltung von Stoffen und Mustern sind seit Jahrhunderten in allen Regionen der Welt von Wichtigkeit und gleichzeitig kultureller Ausdruck. Auf der documenta 12 stand diese Thematik im konzeptionellen Mittelpunkt. Bekannte neuzeitliche Künstler/innen wie Cosima von Bonin, Louise Bourgeois, Tracy Emin, A.
R. Penck, Laura Splan, Rosemarie Trockel, Francesco Vezzoli und die ‚Städtische Galerie Karlsruhe‘ haben sich diesem Thema mit jeder bekannten Kunstform gewidmet.
Von der Bildenden Kunst weniger berücksichtigt wurden bisher Forschungsergebnisse, Produktionsumgebungen und Arbeitsgeräte zur Herstellung von Stoffen und entsprechenden Produkten. Auch verdienen desaströse Arbeitsbedingungen z.
B. in Bangladesh, riesige Gewinnspannen der Großkonzerne aber auch völlig neue Her­stellungsmethoden mehr Aufmerksamkeit einer breiten Öffentlichkeit.

»ART-spanner – 2nd Edition«
In diesem Gesamtzusammenhang stellen wir ein ganz klassisches Arbeitsgerät zur Gestaltung von Stoffen in den Mittelpunkt des neuen Kunstwettbewerbes:
Stickrahmen, rund · Holz, Metall
Stickrahmen · Holz, Metall · ca. Ø 18 cm

Assoziationen zu den mit diesem Hilfsmittel erzeugten Produkten generieren zeitgeschichtlich unterschiedlich Bewertungen – von wertvoll über hochgradig kitschig bis überflüssig. Im Rahmen des Kunstwettbewerbes sollen allerdings die Arbeitsmittel (der Stickrahmen) letztlich ‚erkannbar‘ bleiben und somit symbolisch einen weiter gesteckten Blick auf Traditionen und Produktionszusammenhänge fördern.

Aufgabenstellung
Der Kunstwettbewerb »ART-spanner – 2nd Edition« forderte, unter zeitgenössischem Kunstaspekt, zur Hinterfragung sowohl der Bewertung der zugehörigen Produkte als auch des Zweckes des Stickrahmens auf. Die Materialität und die mehrteilige Form des Stickrahmens eignen sich hervorragend für unterschiedlichste Ansätze künstlerischer Neuinterpretation. Exemplarisch wurden genannt:
- die klassische Nutzung mit anderem Ergebnis
/zu neuem Zweck
- die Überführung des Rahmens in eine
/n andere/n Dimension/Zusammenhang
- die Auflösung, Veränderung bzw. teilweise Zerstörung der Form/des Materials
Künstlerische Vorgabe ist also ein klassischer, runder Stickrahmen aus Holz und Stahl (siehe Abbildung), der mit jeder erdenklichen Technik in allen künstlerischen Sparten zu einem ‚spannenden‘ Kunstwerk verändert werden soll.

Materialien und Abmessungen
Die Wahl weiterer Materialien wurden komplett freigestellt – ein gängiger Posttransport war aber sicherzustellen. Für Wandarbeiten war eine geeignete Aufhängevorrichtung anzubringen – für skulpturale Umsetzungen war ein sicherer Stand zu gewährleisten. Die Kunstwerke durften maximal 50 x 50 x 25 cm (B x H x T) groß und max. 8 kg schwer sein – umwelt- oder gesundheitsschädliche Stoffe waren zu dokumentieren.

Teilnahmebedingungen und Termine
Jede/r ausgebildete und aktuell tätige Künstler/in (älter als Geburtsjahr 1990) waren teilnahmeberechtigt. Der Nachweis war über eine entsprechende Vita zu erbringen.

Die Teilnahmegebühr in Höhe von 20,– Euro deckt teilweise die Kosten für den Stickrahmen sowie dessen Versand, die Übersetzungen und allgemeine Bürokosten. Nach Eingang der Teilnahmegebühr (bis 30. August 2013) wurde der Stickrahmen jeweils umgehend per Post verschickt (ggf. nach Absprache in der Galerie in Dortmund abholbar gewesen).
Bis spätestens 30. September 2013 war die Vita mit Geburtsort
/Alter, künstlerischem Werdegang, Ausstellungen (nur Jahr und Institution - ohne Ausstellungstitel!), ein aktuelles digitalisiertes Passfoto (4 x 6 cm, s/w, 300 dpi) und ein kurzer Text zum Werk und dessen Titel per E-Mail zu übersenden.
Das fertige Kunstwerk musste in dem Zeitraum vom 11. bis 20. Oktober 2013 per Post an die Galerie zugestellt oder persönlich abgegeben worden sein.

Präsentation und Verkauf
Alle eingereichten Kunstwerke werden im November/Dezember 2013 bei ART-isotope und teilweise auf der Kunstmesse C.A.R. in Essen ausgestellt.
Die Verkaufspreise werden vereinheitlich auf 240,– bzw. 360,– bzw. 480,– Euro. Bei Verkauf erhält der/die Künstler/in 140,– bzw. 200,– bzw. 260,– Euro. Das Copyright für die jeweiligen Werke verbleibt bei den Künstlern/innen – die Rechte zur projektgebundenen Veröffentlichung wurden aber an ART-isotope abgetreten. Nicht verkaufte bzw. ausgewählte Arbeiten sind bis spätestens zum 10. Januar 2014 in der Galerie abzuholen bzw. werden auf Wunsch unfrei zurückgeschickt (Auslandsabwicklung ggf. anderweitig). Nicht rechtzeitig abgeholte Werke gehen in Eigentum der Galerie über.

Mitglieder der Jury
- Prof. Ursula Bertram-Möbius
· TU Dortmund/Fakultät Kunst
- Britta Steilmann
· Ratingen/Düsseldorf
- Prof. Dr. Gerhard Kilger (ehemals Deutsche Arbeitsschutz Ausstellung Dortmund)
- Silvia Sonnenschmidt
· galerie/agentur 162 – Kunstmesse C.A.R. Essen
- Christian Weyers
· Wirtschaftsförderung Dortmund
- Axel Schöber
· ART-isotope Dortmund

Kriterien
Prämiert wurde nach den Kriterien (gewichtet von oben nach unten)
- Originalität
- Einhaltung der erwähnten Kriterien
- Handwerkliche Qualität
- Künstlerische Laufbahn

Preise
Ausgelobt wurden ein Preisgeld von 500,– € sowie eine Einzelausstellung für den 1. Platz und für den 2. Platz die Teilnahme an einer Ausstellung in der Galerie im Jahre 2014. Alle eingereichten Werke werden in einem Katalog doku­mentiert, welcher – analog zu dem im Jahr 2007 veranstalteten Kunstwettbewerb »ART-spanner« – jedem Teilnehmenden voraussichtlich zum Ende des Jahres als PDF zur freien Verfügung gestellt wird.

Wichtige Hinweise
Ein vorzeitiger Abzug der Werke oder die Anfechtung der Juryentscheidung sind nicht statthaft.
Ich sichere als Durchführender wie schon in den Jahren 2006 und 2007 eine absolut faire und korrekte Durchführung des Wettbewerbes zu.



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